Sigrid Neubert im Lechner Museum

 

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Sigrid Neubert Fotografie – Architektur und Natur

Vom 7.10.2018 – 10.02.2019 zeigt die Alf Lechner Stiftung in Zusammenarbeit mit den Staatlichen Museen Berlin die Retrospektive über Sigrid Neubert: die Architekturfotografien im Lechner Museum in Ingolstadt und die Naturfotografien im Lechner Skulpturenpark in Obereichstätt. Die Ausstellung wurde dazu neu konzipiert, erweitert und an die jeweiligen Orte angepasst.

AUSSTELLUNG

Architekturfotografie der Spätmoderne

Internationales Symposium im Museum für Fotografie (SMB)

Organistation eines internationalen Symposiums am 31.05.2018 anlässlich der Ausstellung über Sigrid Neubert zusammen mit Ludger Derenthal:

Programm
14:00      Ludger Derenthal, Berlin
Begrüßung, mit einem Hinweis auf Ludwig Windstosser

14:30      Gabriele Hofer-Hagenauer, Linz
Lucca Chmel. Bildkonzeptionen zwischen Kontinuität und Neubeginn

15:15      Frank Seehausen, Berlin/München
Sigrid Neuberts Architekturfotografie in den 1960er Jahren

16:00      Pause

16:45      Ulrike Kohl, Berlin
Fotografie als Architekturkritik. Der rhetorische Blick von Elisabeth Niggemeyer auf West-Berlin der 1960er Jahre

17:30      Claire Zimmerman, Ann Arbor
Hidden in Plain Sight: Architectural Photography and the United States “military-industrial complex”

18:15      Jutta v. Zitzewitz, Berlin
The New American Monumentality. Die US-amerikanische Fotografie und die Architekturen der Mobilität
Die Vielschichtigkeit moderner Architektur der 1960er Jahre zeigt international ein großes Spektrum unterschiedlicher formaler und intellektueller Ansätze. Auseinandersetzungen mit Strukturen, Systemen, plastischen Formen und neuen Techniken bestimmen die Architektur dieser Zeit genauso wie eine Hinwendung zu Fragen des Sozialen und der Gemeinschaft. Auch in der Bundesrepublik Deutschland lassen sich derartige Tendenzen vor dem Hintergrund internationaler Entwicklungen beobachten.

In der Architekturfotografie dieser Jahre spiegeln sich die ästhetischen Debatten der Architektur in verdichteter Form. Die zahlreichen Architekturzeitschriften, die in den Jahren nach dem Weltkrieg verlegt wurden, öffneten sich sukzessive Darstellungsformen und Themen jenseits sachlicher und objektbezogener Darstellung. Lebensnähere Darstellungen von Architekturen und die Berücksichtigung von Stadt als Lebensraum wurden aus der Reportage- und Magazinfotografie in die Darstellung von Architektur übernommen und gehörten Anfang der 1970er Jahre zum Repertoire der Architekturdarstellung.

Das Symposium ist ein erster Einblick in Konvention und Wandel in der Architekturfotografie in den 1960er Jahren. Anlässlich der Ausstellung zum Werk Sigrid Neuberts werden Themen und Bildstrategien in (West-)Deutschland, Österreich und in den USA diskutiert. Herausgearbeitet werden soll, in welchem intrinsischen Zusammenhang Architektur- und bildliche Vermittlungsformen dieser Zeit stehen.

Sigrid Neubert : Architekturfotografie

Sigrid Neubert: Architekturfotografie

Die Architekturfotografin Sigrid Neubert ist eine der führenden Bildchronistinnen moderner Architektur in der Bundesrepublik. Zwischen 1955 und 1989 arbeitete sie vor allem in München und Bayern mit zahlreichen bedeutenden Architekten zusammen. Darunter Kurt Ackermann, Bea und Walther Betz, Hans-Busso von Busse, Alexander von Branca, Herbert Groethuysen, Hans Maurer, Detlef Schreiber, Karl Schwanzer und Helmut von Werz.

Folgende Ausstellungen über Sigrid Neubert habe ich als Kurator der Architekturfotografien betreut:

08.02.-03.06.2018: Museum für Fotografie in Berlin (Staatliche Museen zu Berlin – Kunstbibliothek).

07.10.2018-10.02.2019: Lechner-Museum in Ingolstadt und Lechner-Skulpturenpark in Obereichstätt (Kooperation SMB – Alf-Lechner-Stiftung).

Das Buch über ihre Architekturaufnahmen ist im HIRMER Verlag in München erschienen.

AUSSTELLUNG

BUCH

 

Foto: Sigrid Neubert, Hans Maurer, Erdfunkstelle bei Raisting, 1970 © Staatliche Museen zu Berlin – Kunstbibliothek / Sigrid Neubert

 

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Der Architekt ist immer schuld?

In der öffentlichen Wahrnehmung sind vor allem Architekten und Architektinnen für das Gelingen oder Nicht-Gelingen von Bauvorhaben verantwortlich. Als Vermittler zwischen Auftraggebern, Auftragnehmern und Öffentlichkeit muss ihr Werk sehr unterschiedliche Interessen balancieren. Wir fragen nach den Möglichkeiten und Gestaltungsspielräumen, Baukultur im Dialog zwischen Entwicklern und Planenden zu schaffen. Mittwoch, 17. Mai 2017, 17-20:30 Uhr, Architekturpavillon TU Braunschweig.

Christoph Schäfer, Künstler & Renée Tribble, Planerin (PlanBude, Hamburg)
Tabea Michaelis, Projektentwicklung (denkstatt, Basel)
Nils Buschmann, Architekt (Robertneun, Berlin)
Niels-Christian Otzen, Investor (ECE, Hamburg)
moderiert von Tanja Kessel, Frank Seehausen (TU Braunschweig), Anh-Linh Ngo (ARCH+)
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